Anwaltskosten

Was kostet ein Anwalt? Oder: Was bekomme ich für mein Geld?

 

Strafverteidiger - übrigens Anwälte insgesamt - leben nicht von Luft und Liebe, sondern sind wie alle anderen Berufstätigen auch auf eine angemessene Bezahlung angewiesen. 

 

Hier einige Erläuterungen zu der Bezahlung von Strafverteidigern.


Eine der gängigen Fragen Ratsuchender schon beim ersten Kontakt ist häufig

 

"Was kostet es, wenn Sie mich vertreten?"

 

Die kurze Antwort: Geld! 

Die ausführlichere Antwort - anwaltstypisch: Das kann man so pauschal nicht sagen; das kommt auf den Fall an. Denn tatsächlich ist die Vergütung von einigen Faktoren abhängig, die man in der Regel erst im Gespräch klären kann.

 

Die gängigen Vergütungsmodelle im Falle der Wahlverteidigung sind Pauschalhonorar, Stundenhonorar oder die gesetzliche Abrechnung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Erfolgshonorare gibt es hier nicht! Das ist klar, denn Verteidigungserfolg kann sich von Fall zu Fall anders darstellen. 

 

Welche Vergütungsform in Ihrem Fall angemessen ist, vereinbaren wir individuell!

-offen und transparent-

 

 

 

Damit können Sie bei mir rechnen:

Ich nehme kein Geld dafür, wenn Sie kurz mit mir sprechen möchten, um entscheiden zu können, ob Sie mir Vertrauen entgegen bringen können und ich aus Ihrer Sicht der richtige Anwalt für Ihr strafrechtliches Problem bin. Das kostet Sie nichts.

 

Anders bei einer strafrechtlichen Beratung, wenn ich Ihnen Ratschläge zum weiteren Vorgehen geben soll. Die Schwierigkeit Ihres Falles und der Zeitaufwand bestimmen den Preis. 

 

Und wenn es zur Sache gehen sollte: Die Verteidigung in einem Strafverfahren kann gelegentlich für nur 1.000 Euro geleistet werden, von Anfang bis Ende. In umfangreichen oder schwierigen Fällen ist das Honorar natürlich oft höher. Das klären wir, wenn Sie wollen, bevor Sie mich beauftragen.

 

Bedenken Sie bitte: Jeder Fall ist anders, eine umfangreiche Strafsache verschlingt nun einmal hohe Anwaltskosten. Sollte Ihr Fall - das ist stets mein Anliegen - kräfte- und zeitschonend zum guten Ende gebracht werden können, lässt sich der Aufwand von vornherein reduzieren.

 


Die Bemessung, Geltendmachung und Abrechnung von Anwaltskosten für den Strafverteidiger ist eines der heiklen Themen, an denen die Erteilung von Mandaten häufig scheitert oder weswegen Mandate vorzeitig beendet werden, weil sich der Anwalt und sein Auftraggeber über die Zahlung in die Haare geraten.

 

Gelegentlich sehen Auftraggeber nicht ein, dass eine „kleine“ Verteidigung etwa wegen einfachen Diebstahls mehr als 1.000 Euro kosten soll, weil ihnen das wirtschaftliche Verständnis dafür fehlt. Gehen wir zum Beispiel von diesem Betrag aus, dann muss der Anwalt die Mehrwertsteuer abführen, von dem verbleibenden Betrag seinen beruflichen (Büro-)Aufwand decken, der üblicherweise bei etwa 50 % des eingenommenen Nettobetrages liegt, und den dann verbleibenden Restbetrag auch noch versteuern. Da bleibt von den 1.000 Euro für den Anwalt nicht viel übrig.

 

Schon diese simple Überschlagsrechnung müsste eigentlich den Unmut des einen oder anderen Mandanten relativieren, aber wer denkt schon daran, wenn er seinen Rechtsanwalt bezahlt?

 

Häufig merken aber auch Mandanten gar nicht, was ihr Strafverteidiger für sie leistet und erreicht. Das sind die eigentlich ärgerlichen Fälle. Da laufe ich beispielsweise in einer für meinen Mandanten peinlichen Strafsache zum Staatsanwalt, rede lange auf ihn ein, um sein Herz für eine Einstellung des Verfahrens zu erwärmen, schreibe mir parallel dazu die Finger wund, ertrage häufige weinerliche Anrufe meines Auftraggebers, soll schließlich auch noch seine Ehefrau in einem langen gemeinsamen Gespräch beruhigen, habe letztendlich auch Erfolg,das strafrechtliche Ermittlungsverfahren wird dank meines Einsatzes eingestellt, und was geschieht? Der Mandant ruft anschließend an und beschwert sich darüber, einen beträchtlichen Betrag als Honorar gezahlt zu haben, obwohl die Sache noch nicht einmal vor Gericht kam, er also nicht im öffentlichen Prozess zu Gericht kommen und auf der Anklagebank Platz nehmen musste.

 

Jeder Fall ist anders - und so, wie die Verteidigung darauf zugeschnitten werden sollte, sollten auch die Kosten vereinbart werden können.