Freispruch

(Dr. h.c. R. Spormann)
(Dr. h.c. R. Spormann)

Liebe Besucher dieser Seite,

 

als Inhaber der Strafrechtskanzlei Spormann & Kollegen begrüße ich Sie in unserer website.

 

Bevor ich mich als Rechtsanwalt selbständig gemacht habe, verfolgte ich als Staatsanwalt 10 Jahre lang Beschuldigte, nahm sie fest oder setzte sie auf freien Fuß, stellte Ermittlungsverfahren ein oder erhob Anklagen. In meiner weiteren Verwendung als Strafrichter leitete ich Strafprozesse und verurteilte Angeklagte zu Geld- oder Haftstrafen. Einige sprach ich auch frei.

 

All dies raubte mir selten den Schlaf. Ich bemühte mich um Objektivität, ging freundlich mit den Leuten um und galt als gutmütig und milde.

 

Daran hat sich bei der Mehrzahl der Richter bis heute kaum etwas geändert. Aber es gibt auch einige voreingenommene und sogar bösartige Richter/innen. Darum braucht es entschlossene Strafverteidiger, seit vielen Jahren bin ich einer von ihnen.

Nicht alle Angeklagten sind schuldig. Ab und an gibt es einen Freispruch. Manche Richter sagen dann, man hätte "leider" freisprechen müssen. Das ist für Betroffene bitter. Denn unschuldig ist nun einmal unschuldig.

"Angeklagter, reden wir mal von Mann zu Mann",

 

sagt der im wahrsten Sinne des Wortes erhabene Richter von "oben herab" zu dem jämmerlich unter ihm stehenden und ängstlich aufschauenden Angeklagten. Eine unsägliche Gesprächssituation.

 

Das Bildchen habe ich während der Verhandlung in einem bayerischeren Gericht gemalt und dabei nur wenig übertrieben. Der Richter brauchte keine Leiter, aber einen Meter über dem Angeklagten thronte er schon. Den scheinbar jovialen Ton habe ich ihm ganz schnell ausgetrieben. Dieser Richter führte nichts Guts im Schilde.

Ein Freispruch ist selten

 

Weniger als jede zehnte vor Gericht verhandelte Strafsache endet mit Freispruch, Dass es nicht mehr Freisprüche gibt, mag daran liegen, dass einige Strafrichter voreingenommen sind. Man kann die wenigen Freisprüche aber auch damit erklären, dass Staatsanwälte sorgfältig ermitteln und nur die Beschuldigten anklagen, bei denen eine Täterschaft kaum ausgeschlossen werden kann. So argumentiert jedenfalls die Justiz.

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